„Marionetten“ in Lebensgröße
Bocholt. (nrk)
Ihr erstes Vierteljahrhundert feierte die Jugendgruppe der Fahnenschwenker
Majoretten und Trommler, kurz FAMATRO,
am Samstagabend im Brauhaus. Nicht nur die eigenen Gruppen brachten Stimmung in den Saal, auch Tusnelda und Ette insbesondere aber seine Lilly hatten begeisterte Lacher auf ihrer Seite. Seit nun mehr 25 Jahren bereichert die FAMATRO den Bocholter Karneval und seit einiger Zeit moderieren Stephan und Stefan Nebelo als Ali und Bif
die verschiedensten Veranstaltungen.So führten sie auch am Samstag durch denAbend, sofern nicht gerade eine Showeinlage der beiden anstand.
Fantastischer Auftakt der Teenies. Den Auftakt machten die Teenies der FAMATRO. stolz waren die Eltern auf ihre Mädchen. Die Show war „nicht nur riesig, sondern einfach phantastisch“,wie eine Mutter begeistert erzählt.
Der freundliche Ette mit seiner vorwitzigen Lilly folgte.
Was der Bauchredner selber nicht ansprechen konnte übernahm seine Puppe mit umso mehr Freude für das Publikum. Der Liebling von Lillys kritischen Fragen und Anmerkungenwar der Vorsitzende der FAMATRO Johann Böing. Ob es nun dessen verpasste,Abwrackprämie für seine Frau“ oder seine „Zähne wie Sterne, die nachts raus kommen“ waren, es konnte über und mit dem Vorsitzenden viel gelacht werden. Aber nicht nur der war in die Show einbezogen, gleiches galt für Bifi „den Schuljungen, der seine Ranzen auf dem Bauch trug“ oder die zu spät kommenden Gäste, die danach mit doppelter Aufmerksamkeitzu verfolgen hatten, was auf der Bühne geredet wurde, wenn kein weiterer Rüffel kommen sollte. Dass Ette aber auch ohne Lilly ganz hervorragend bauchreden kann, bewies er, nachdem er Johann Böing in Fistelstimme und die stellvertretende Bürgermeisterin Hanni Kammler im brummigen Ton - „Ay logo!“ -zu lebenden Marionetten umfunktionierte.
Fliegende Mariechen „Das Lied von der Aa“ und auch das traditionelle Karnevalsliedauf Platt wurden von der Stadtgarde Bocholt angestimmt und vom Publikum lauthals mitgesungen. Der vorgeführte Tanz der Stadtgarde war Akrobatik pur. Die sieben Gardisten ließen ihr Mariechen nur so über die Bühne fliegen, dass sie fast mehr in der Luft war als auf dem Boden.
Die Fahnenschwenker machten mittels des Schwarzlichtes, ihrer weißen
Hosen, schwarzen Hemden und der fluoreszierenden Fahnen ein wahres Spektakel ihrer Kunst. In schwarz gehüllt standen entweder leuchtende Hosen oder Röcke auf der Bühne und um diese flogen die Fahnen nur so herum oder tanzten auf den Füßen mit.
Larissa Hebing und Kira Stür, die Siegerinnen der Mini-Playback Show des Familienfestes 2009, durften wie versprochen mit ihrem Siegerlied „Stadt“ auftreten.
Für dieses Jahr ist zum ersten Sonntag im September die Talentshow „Bocholt sucht das Supertalent“ für alle zwischen 5 und 99 geplant.
Crazy`s wohldosiert losgelassen.
Die Crazy’s wurden diesmal nicht geballt auf die Menge losgelassen, sondern wohldosiert in drei Gruppen auf den ganzen Abend verteilt. Lustige Kostüme und Lieder ließen das Publikum mitschunkeln und mittanzen.
Aus Wesel kamen „mit alle Mann vorbei“, Prinz Jens I. mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Manuela I. und der ganzen Prinzengarde.
Als G a s t g e - schenk hatten sie, jeck wie sie sind, den Narrenspiegel mitgebracht und führten für die Zuschauer noch zwei klassische Gardetänze auf.
Tusnelda in der Dschungelprüfung Monika Schmeinck, alias Tusnelda, schaffte es dank ihrer Bodyguards auch unversehrt auf die Bühne. Von ihrem Hubert, ihrem Super-Man, der neben diesem Superhelden als einziger die Unterhose überder Hose trägt, wenn er des Nachts nach Hause kommt, berichtete sie dem Publikum. Die Geschichten über ihren Mann und dessen Gebrechen kamen bei den Anwesenden gut an. So konnte Tusnelda auch nicht gleich wieder gehen, sondern musste sich noch der „Dschungel-Prüfung“
unterziehen. Für diese wurden dem Publikum drei Lieder gezeigt, die dieses dann vorsummen musste und Tusnelda zu erraten hatte. Nur beim „Lied von der Aa“ tat sich die Rhedenserin schwer,denn die Melodie war wohl bekannt nur mit einem anderen Text. Nachdem sie ihr Können bewiesen hatte wurde sie auch gleich zur Talentshow im September eingeladen.
Inka-Prinzessinen tanzen Samba.
Die Junioren der FAMATRO kamen mit prächtiger Federboa auf dem Kopf ganz im Stil von Inka-Prinzessinnen auf die Bühne und tanzten unter anderem zu flotten Sambarhythmen.
Ihnen folgte das Bocholter Prinzenpaar Georg I und Wiltrud I mit seiner Garde. Nachdem man beide schon zuvor mit Pat und Patachon verglichen hatte und beide glaubten damit Dick und Doof nun entkommen zu sein, holten sie diese beiden Komiker bei der Dschungel-Prüfung wieder ein. Georg I und Wiltrud I mussten einen Luftballon zwischen ihren Hintern zerdrücken und das noch ehe die Musik von Dick und Doof zu Ende gespielt war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, war dann jedoch der Dreh raus und es wurde innerhalb der vorgegebenen Zeit gleich noch ein weiterer Ballon
zerdrückt.

